Sonja, Gabriel in Matija Hribar, kmetija pri Točaju
Korte, Železna Kapla/ Trögern, Bad Eisenkappel

3SonjaGabrielinMatijaHribar

»Die Randlagen bergen viel Potential!«

3SonjaGabrielinMatijaHribarCB In Trögern hoch über Bad Eisenkappel liegt der Bauernhof der Familie Hribar. Auf einem sonnigen Südhang gelegen, mit einer herrlichen Aussicht auf die Trögerner Kirche, kann man hier gut die Seele baumeln lassen. Sobald allerdings im Sommer die Heuarbeit beginnt, wird aus der Idylle schnell harter Bergbauernalltag. »Wir bewirtschaften rund 5 Hektar Bergwiesen und 42 Hektar Wald. Damit sind wir hier in Trögern der kleinste Betrieb und trotzdem reichte es früher für meine Eltern, um unsere gesamte Familie zu ernähren«, erzählt Gabriel. Heute wird der Bergbauernbetrieb im Nebenerwerb mit der Brillenschafzucht geführt.  »Als ich den Betrieb von meinen Eltern übernommen habe, wurde der Hof von der Rinderzucht auf die extensivere Schafzucht umgestellt. Das hat mir immer die notwendige Flexibilität garantiert, um hauptberuflich im Bereich der Informatik beschäftigt zu sein. Wir haben den alten Stall in seinen Grundfesten erhalten und ihn der Schafhaltung entsprechend umgestaltet. Die Devise war immer: so einfach wie möglich für Mensch und Tier!« Trotz der – vor allem im Sommer – beschwerlichen Arbeit, hat Gabriel nie daran gedacht die Bewirtschaftung aufzugeben. »Die Kulturlandschaft in Trögern prägen Wiesen und Weiden. Die Bewirtschaftung dieser Flächen ist direkt mit unserem Wohlbefinden verknüpft. Ich könnte mir nicht vorstellen inmitten eines Fichtenwaldes zu leben. Gerade die Vielseitigkeit der Landschaft ist das Besondere für mich!«, erzählt Gabriel.  Die größten Herausforderungen in der Landwirtschaft sieht Gabriel vor allem in den Folgen der industrialisierten Intensivlandwirtschaft in Gunstlagen. »Es wird immer mehr auf immer weniger Fläche produziert. Das hat Folgen für das Trinkwasser und für die Fruchtbarkeit der Böden. Wenn wir diese Gunstlagen weiterhin ausbeuten, kann ich mir vorstellen, dass Randlagen wieder an Bedeutung gewinnen. Heute sind wir meist mit der These konfrontiert, dass sich die Berglandwirtschaft nicht rechne. Zukünftig liegt aber gerade in diesen Bereichen vielleicht der notwendige Puffer zur Sicherung der Lebensmittelproduktion!« meint Gabriel.