Marca in dipl. inž. Hanzi Čertov kmetija pri Hlipovčniku

Sele/Zell Pfarre

marijacertov

DER Bauernhof in zahlen
9 ha Grünland, 45 ha Wald, Schafzucht mit Kamerunschafen, Bio-Betrieb.

»Landwirschaft nach unserem Geschmack.«

KmetijaHlipovicnikAuf über 800 Metern Seehöhe erstreckt sich über mehr als 50 Hektar der Bauernhof von Familie Čertov. Seit 1995 wird hier erfolgreich Schafzucht betrieben. Zunächst mit Berg- und Brillenschafen, heute mit dem Kamerunschaf. »Nach einigen Jahren mit den Berg- und Brillenschafen hatten wir keinen geeigneten Abnehmer für die Wolle gefunden und sind deshalb auf das Kamerunschaf gekommen. Dieses muss nicht geschoren werden und hat einen eigenen Fleischgeschmack, ähnlich dem Mufflon. Das Schaf passt sich hervorragend den steilen Hängen an und ist sehr unkompliziert zu halten. Heute halten wir ca. 40 Schafe, davon 30 Kamerun- und 10 Bergschafe «, erzählt Marca Čertov. Von Anfang an wird beim Hlipovčnik auch biologisch gewirtschaftet. »Wir sind zufällig Bauern geworden. Mein Onkel hatte keine Nachkommen und fragte uns, ob wir seinen Hof übernehmen möchten. Das haben wir getan und uns mit Freude hier niedergelassen. Der Ort hier hat eine sehr tragische Geschichte hinter sich. Unserer Hof besteht eigentlich aus zwei Betrieben dem Unteren und dem Oberen Hlipovčnik. Die Familien dieser beiden Höfe sind im 2. Weltkrieg ausgelöscht worden oder starben an den Kriegsfolgen nach Kriegsende. Die Familie des Oberen Hlipovčnik wurde deportiert und in KZ-Lagern ermordet, der Untere Hlipovčnik enthauptet und seine Familie ebenfalls in KZ-Lager deportiert. Wir haben uns 2012 auf die Spur dieser Hof-Vorfahren gemacht. Dabei wurde in unserem Graben auch ein alter Holzbunker wieder aufgebaut, der sieben Männern aus Zell während des Krieges einige Zeit als Versteck vor den Nazis diente. Der Bunker kann nun auch besichtigt werden. In Zukunft soll hier ein Erinnerungsweg entstehen, in Gedenken an die Zeller Kriegsopfer«, erzählt Hanzi Čertov. Die Familie Čertov geht sehr wertschätzend mit der Geschichte ihres Hofes um, gleiches gilt für den Umgang mit der Natur. »Wir sind mit unserem Hof sehr verbunden und dies haben wir auch unseren Söhnen Izidor, Tadej und Dominik versucht zu vermitteln. Bei der Arbeit am Hof helfen wir einander gegenseitig und wir jammern nicht. Es kommt uns nicht in den Sinn zu sagen, das zahlt sich nicht aus. Wir haben einen positiven Zugang zu den Dingen.«