Hanzej Samselnig, kmetija pri Puhu/vlg. Buchbauer
Šmiklavž pri Rudi/St. Nikolai bei Ruden

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»Bauer, nimm dir Zeit!«

4HanzejSamselnigCBIn St. Nikolai bei Ruden bewirtschaftet Johann Samselnig seinen Betrieb, den er im Vollerwerb führt und auf Milchwirtschaft und Ackerbau ausgerichtet hat. Insgesamt stehen im Stall 20 Milchkü- he und es werden ca. 50 Hektar Ackerland bearbeitet. Die Bewirtschaftung hat er vor einigen Jahren auf die biologische Wirtschaftsweise umgestellt und freut sich jeden Tag über diesen Schritt. »Bio-Bauer zu sein ist eine Lebensart. Das beschränkt sich nicht nur auf die Produktionslinien sondern es hat sehr viel mit der Achtung der natürlichen Vielfalt zu tun!«, erzählt Johann.  Er ist mit vollster Überzeugung Bauer und würde seinen Beruf nicht tauschen. »Als Sachverständiger der Hagelversicherung bin ich sehr viel unterwegs und sehe viele andere Betriebe. Das schärft auch meinen Blick auf unseren Betrieb und man wird nicht so schnell betriebsblind!« lacht Johann.  Sehr kritisch betrachtet Johann die allgemeine Wertschätzung des bäuerlichen Lebens und Schaffens in der Öffentlichkeit. Seiner Meinung nach ist vielen nicht bewusst, welche wichtigen Aufgaben die Landwirtschaft leistet und wieviel Arbeit hinter der landwirtschaftlichen Produktion steckt. Seine Energie schöpft Johann vor allem aus der Natur und es verzaubert ihn immer wieder, welche Kraft in den Pflanzen steckt. Wenn im Frühjahr alles sprießt und blüht und danach im Sommer die Erntezeit beginnt, dann kann man das kaum mit Worten beschreiben. Sehr wichtig ist ihm auch die Musik. Als Chorleiter des Kirchenchores in St. Nikolai und Organist hat er einen sehr guten Gegenpol zum landwirtschaftlichen Alltag. Für die Zukunft wünscht sich Johann vor allem Gesundheit. Er ist davon überzeugt, dass in der Landwirtschaft sehr viel Potential steckt und rät der Jugend: »Wer in der Landwirtschaft arbeitet, braucht Zeit um Schritt für Schritt seine Ideen verwirklichen zu können. Dazu gehört auch, dass manchmal etwas nicht so klappt wie geplant. Die Kunst dabei ist es, zu erkennen, dass auch die Misserfolge wichtig und gut sind!«