Wie eine Burg steht das Haus des Pečnikhofes in Petschnitzen in der Landschaft. Das Wirtschaftsgebäude vervollständigt diesen Eindruck. Der
Wohnsitz der Familie Ressmann war einst ein Hospiz, wovon noch mächtige Mauern und Wandbemalungen zeugen.

Hier lebt und wirkt als Nebenerwerbsbauer Marko Ressmann mit seiner Familie. Er ist Schuldirektor an der VS Damtschach, seine Frau Antonia ist Religionslehrerin, die Söhne Tobias und Simon besuchen das BG für Slowenen, Jakob die örtliche Volksschule.

„Beim Pečnik kann
man abschalten

und Kräfte tanken, es ist kurzum
ein Ort von hoher Lebensqualität“

Markos Mutter stammt vom Pečnik. Sie ehelichte Martin Ressman, den Besitzer des Tratnikhofes in Ledenitzen. Ihr Bruder Pepi übergab den Hof und die Landwirtschaft seinem Neffen Marko. Pepi lebt mit seiner Schwester im Erdgeschoss des vorbildlich renovierten Hauses, Marko mit
seiner Familie im ausgebauten Obergeschoß mit Ausblick auf den Mittagskogel – slow. Jepa. Der Mittagskogel begleitete in Gedanken die Familie Ressmann in die Verbannung nach Deutschland, wohin sie im April 1942 wegen ihres slowenischen Volkstums von den Nazis vertrieben wurde.
Marko ist auch Mitglied im Männerchor Jepa-Baško jezero, weiters im örtlichen Kirchenchor, bei der skupina Akzent und Gemeinderat in der Gemeinde Finkenstein.

Neben der Land- und Forstwirtschaft, Onkel Pepi spezialisierte sich auf Milchkühe der Rasse Fleckvieh, war seit den 1950er Jahren der Tourismus ein starker Wirtschaftszweig des Hofes. Man bot Fremdenzimmer mit Frühstück für Gäste an. Gemeinsam mit den Nachbarn wird ein Naturstrand direkt am Faaker See angeboten, der wesentlich zur Beliebtheit des Hofes beiträgt.

Marko hat die Landwirtschaft auf Schafe umgestellt, sie sorgen auch für einen gepflegten Rasen rund ums Haus und im Obstgarten. Der Wald bei den Knapovske jame und am Bleiberg wird verstärkt zur Nutz- und Brennholzgewinnung bewirtschaftet.