Auf der Anhöhe über dem Ort Leisbach/Ležbe bei Keutschach/Hodiše liegt der größere Bauernhof Desetnik der Familie Paulitsch. Besitzer Hannes Paulitsch ist nicht nur Bauer mit Herz und Seele, als fermer Weidmann ist er auch Obmann der Keutschacher Jagdgesellschaft St. Hubertus und Obmannstellvertreter des Hegeringes Keutschach/Hodiše, Schiefling/Škofiče und Reifnitz/Ribnica. Hannes und seine Frau Michaela haben drei gemeinsame Kinder: Karl-Hannes (11), der das Slowenische Gymnasium in Klagenfurt besucht, sowie Michael (9) und Christiane (6).

70 Rinder der Rassen Fleckvieh, Blondvieh, Angus und Charolais verbringen den Sommer auf den weitläufigen Weiden, erst im Spätherbst werden sie in die Ställe mit Auslauf überstellt.

„Morgens geht man durch einen vorgeblich grünen
Wald, am Abend aber sind wegen des Borkenkäfers alle
Fichten braun“

Der Desetnikhof wartet auch mit einer exotischen Rinderart auf, und zwar einer Herde Wasserbüffel, Nachfahren der Wasserbüffel, die vor Jahren von der Gemeinde Keutschach/Hodiše im Rahmen eines Ramsar-Projekts zur Bewirtschaftung der umliegenden Moore angeschafft wurden. Nach dem Auslaufen des Projekts begründeten zwei Büffel die Herde am Desetnikhof. Die Herde wird im Winter im Stall untergebracht, um die Grasnarbe der wassernahen Wiesen und Grünflächen zu schützen. Produkte aus dem sehr schmackhaften Büffelfleisch werden ab Hof und auf Märkten verkauft, die einheimische Gastronomie verwendet es ebenfalls gern. Insbesondere Büffel-Salami findet reißenden Absatz.

Der Wald ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor am Desetnikhof. Die verheerenden Stürme in den Jahren 2017 und 2018 haben dem hofeigenen Wald keinen größeren Schaden zugefügt, und auch der Borkenkäfer konnte bisher in Zaum gehalten werden. Der Grund mag sein, dass der Desetnikhof am Nordufer des Keutschacher Sees liegt und alles gegen eine Ausbreitung des Schädlings unternommen wird. Befallene Bäume werden rigoros aus dem Bestand entfernt. Aber wie lange noch wird das gelingen? Die am Südufer des Keutschacher Sees liegenden Waldflächen sind nämlich hoffnungslos vom Borkenkäfer befallen. Grund dafür sind Fichtenmonokulturen und eine zögerliche Bekämpfung des Käfers. Jagdlich könnte der Goldschakal zu einem gewichtigen Problem werden.

December, Dezember 2020, Ležbe, Leisbacb, Hodiše, Keutscbacb 2