Jubiläums-Bauernkalender 2017: 
Heimische Bauernhöfe schon 10 Jahre im Scheinwerferlicht

In der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in St. Peter fand am 1. Dezember 2016 um 19.30 Uhr die feierliche Präsentation des JubiläumsBauernkalenders 2017 der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft KIS statt. Eine Vielzahl an Ehrengästen sowie Bäuerinnen und Bauern folgte der Einladung und ließ sich von der 10. Ausgabe überraschen.

Idee Wir finden ihn in nahezu jedem Südkärntner Haushalt, wo er uns mit trauten, heimischen Bildern durch das ganze Jahr begleitet: Der KIS-Bauernkalender. Die Idee für den Kalender reifte bei der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft Südkärnten schon vor zehn Jahren aus dem Bewusstsein heran, dass es nötig ist, jenen Menschen Wertschätzung auszusprechen, die dieser Aufmerksamkeit nur selten zuteilwerden – den heimischen Bäuerinnen und Bauern. So stellt der Bauernkalender, der mit viel Engagement und Liebe zum Detail von der Projektmitarbeiterin DI Olga Voglauer verfasst wird, jedes Jahr zwölf heimische Bauernhöfe ins Scheinwerferlicht. »Im Rahmen des Kalenders stellen wir bäuerliche Betriebe vor, die ihren schöpferischen Weg gefunden haben, die mit Selbstbewusstsein und Zufriedenheit ihre Arbeit verrichten. Jeder mit seinen Besonderheiten und Eigenheiten, mit einzigartiger Betriebskultur und Tradition«, erzählt der KIS-Obmann Miha Zablatnik einleitend über die Jubiläumsausgabe.

Besonderheit Im Kalender, der mit bildhaften Eindrücken aus dem bäuerlichen Leben und Texten heuer bereits den 120.  bäuerlichen Betrieb vorstellt, wird jedes Jahr auch ein Bauernhof aus Slowenien bzw. dem Grenzgebiet präsentiert. Dies ist Ausdruck jener grenzüberschreitenden Verbundenheit, welche von der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft auch im Rahmen von Projekten und Veranstaltungen gelebt wird. »In den letzten Jahren wächst das Interesse junger Menschen an der Landwirtschaft, und neue Zugänge und Innovationen machen sich auch bei uns bemerkbar. Es freut mich, zu sehen, dass heute das lokale heimische Produkt bereits mehr geschätzt wird als noch vor zehn Jahren. Ich bin von der wunderschönen Natur und Landschaft – dem Lebensraum unserer bäuerlichen Betriebe – begeistert. Das Fachwissen der Familien und BetriebsleiterInnen lässt mich jedes Jahr aufs Neue staunen. Nach zehn Jahren bin ich nach wie vor überzeugt, dass wir jene Menschen, welche unseren täglichen Esstisch füllen, viel zu wenig beachten, ihnen als Gesellschaft einen viel zu geringen Respekt entgegenbringen. Vielleicht hat dieser Kalender das Wissen um die heimische Landwirtschaft erweitert bzw. zumindest darauf hingewiesen«, betont die Autorin des Kalenders Olga Voglauer in ihrer Rede.

Gestaltung Das äußere Erscheinungsbild des Jubiläums-Kalenders wurde heuer bereits zum 5. Mal von Fotograf Tomo Weiss gestaltet. »Es ist immer wieder ein Erlebnis, diese Bauernhöfe zu besuchen und zu sehen, welche verschiedenartigen Betätigungsfelder es in der Landwirtschaft gibt. Es ist eine gewisse Spezialisierung zu beobachten, da wahrscheinlich nur so ein wirtschaftliches Überleben möglich ist. All diese Eindrücke habe ich versucht, mit der Kamera zu erfassen.« Die bewegten Bilder des Kalenders werden die ZuseherInnen nächsten Jahr im Slowenischen Programm des ORF im Rahmen der Sendung »Dober dan Koroška« bewundern können, bei der monatlich jeweils einer der bäuerlichen Betriebe präsentiert wird. 

Ehrengäste Neben den heimischen Bäuerinnen und Bauern hat der Präsentation des Kalenders eine große Anzahl an Ehrengästen beigewohnt, u.a der Generalkonsul der Republik Slowenien in Klagenfurt Milan Predan, der Sekretär des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft sowie Ernährung Sloweniens, Vladimir Čeligoj, der Obmann der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft Gorski kotar aus Kroatien, Zoran Ožbolt, der Direktor der Kärntner Landwirtschaftskammer DI Hans Mikl, der Vorsitzende des Landesverbandes Enotna lista/Einheitsliste Gabriel Hribar, der Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen SKS, Bernhard Sadovnik, die Obfrau der Vereinigung slowenischer Bäuerinnen Irena Ule, die Kammerrätin der SJK DI Maria Mader-Tschertou, die Kammerräte der SJK Franz Josef Smrtnik, DI Stefan Domej und Marjan Čik, Thomas Kassl aus dem Volksgruppenbüro der Kärntner Landesregierung und selbstverständlich der Gastgeber – Direktor der HLW für wirtschaftliche Berufe in St. Peter –  Mag. Stefan Schellander.
 
Nach der Präsentation, die vom Tamburizza-Ensemble aus Latschach unter der Leitung von Erika Wrolich musikalisch umrahmt wurde, folgte ein gemütliches Beisammensein bei heimischen Spezialitäten.