ek. sv. dipl. inž. dr. Ernest Gröblacher kmetija pri Hofovcu
Deščice, Vrba/Dieschitz, Velden a. W.

ErnestGroeblacherkmetijapriHofovcu

Der Bauernhof in Zahlen
14,5 ha Acker und Grünland, 25 ha Wald, Ackerbau.

»Der Bauer war der Erste und wird der Letzte sein!«

ErnestGroeblacher kmetija pri HofovcuIn Dieschitz bei St. Egyden befindet sich der Bauernhof des ehemaligen Direktors der Kärntner Landwirtschaftskammer (LK) Dr. Ernest Gröblacher. Über all die Jahre in der LK war es für Ernest Gröblacher selbstverständlich, seinen Betrieb selbst zu bewirtschaften. In den Anfängen noch mit Viehwirtschaft, anschließend als Ackerbaubetrieb mit etwas Grünland und Forstwirtschaft. Zu Hause am Hof leben bereits drei Generationen. Neben Ernest uns seiner Frau Susanne, hat sich auch Sohn Markus mit seiner Frau Daniela sein Heim geschaffen. Mit den Enkeln Niklas und Jonas ist auch frischer Wind eingekehrt. »Es war für mich selbstverständlich, dass ich den Hof meiner Mutter weiterführe. Trotz meiner intensiven beruflichen Tätigkeit bei der LKKärnten habe ich nie daran gedacht, mit dem Bewirtschaften aufzuhören, im Gegenteil, ich bin als so genannter `Flutlicht-Bauer´ in die Geschichte eingegangen. Natürlich konnten viele Dinge erst in der Nacht erledigt werden, doch diesbezüglich war ich kreativ«, erzählt Ernest aus seinem bäuerlichen Alltag wenige Jahre zurück. Im Laufe seines Direktorates haben die LK-Kärnten viele Umbrüche begleitet. In besonderer Erinnerung sind ihm die Strukturreform der LK 1976, die Vorbereitungen Österreichs zum EU-Beitritt und der Beitritt selbst geblieben. In dieser Zeit galt es die Kammerbediensteten und die Bäuerinnen und Bauern auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und sie darauf so gut wie möglich vorzubereiten. Für seine außergewöhnlichen Bemühungen um die Kärntner Landwirtschaft hat Ernest Gröblacher das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten erhalten. Ernest war auch maßgeblich am Aufbau der Landwirtschafskammer in Slowenien beteiligt, was ihm 2005 die höchste Auszeichnung der slowenischen Kammer brachte. Um den Erhalt der Landwirtschaftskammer macht sich Gröblacher wenig Sorgen: »Nach wie vor muss sich der Mensch mit Lebensmitteln ernähren. Solange dem so ist, wird es einen Bedarf an Landwirtschaft geben – und dieser Bedarf wächst.« Auf die Frage, was die Jugend heute für die Landwirtschaft mitbringen muss, antwortet Ernest: »Eine gute Ausbildung, ein gesundes Selbstbewusstsein, dazu noch etwas Optimismus – so ausgestattet dürfte es kein Problem sein, die Lebensziele zu erreichen.«