Hoch über Ebriach/Obirska liegt der Bergbauernhof Varh. Er wird nach biologischen Richtlinien geführt. Den Hof bewirtschaften Peter und Elisabeth
Karničar, wenn es nötig ist, helfen auch der Hoferbe Fabian und seine Schwestern Janja und Simona und deren Gatte Adrijan Kelih sowie das Nesthäkchen Mila.

„Wir bewirtschaften den Hof
im Einklang mit der Natur
und widmen uns liebevoll
den Tieren.“

Den größten Flächenanteil macht der Wald aus, der Rest sind Wiesen und Weideflächen sowie unproduktive Abschnitte. Am Hof werden etwa vierzig Rinder der Rasse Blondvieh gehalten, weiters etwa dreißig Schafe der autochtonen Sanntaler-Seetaler Rasse (Jezersko-solčavska ovca), auch Brillenschaf benannt und einige Schweine zum Eigenverbrauch. Sie werden alljährlich dazugekauft.

Der Stall ist so hergerichtet, daß die Muttertiere und ihre Kälber einen ganzjährigen Auslauf haben, das gleiche gilt auch für die Schafe. Kuhkälber werden zur Zucht behalten, Stierkälber aber werden kastriert und gemästet. Bei einem Gewicht von 500-600 Kg werden sie geschlachtet. Das meiste Fleisch wird verkauft. Die Tiere werden mit Grünfutter und balliertem Heu gefüttert, Getreidegaben sind rar. Schweinen werden auf eigenen Weiden gehalten. Durch diese naturnahe Haltung braucht man beim Varh selten einen Tierarzt.

Der Ertrag aus der Waldwirtschaft ist wegen des niedrigen Holzpreises eher gering, der Käferbefall und die Klimaumwälzung tragen ihres dazu bei. Den Wald will man in einen Mischwald mit Tannen, Buchen, Lärchen, Fichten, Ahornen und vielem mehr umgestalten.

Beim Varh versteht man mit Schicksalschlägen umzugehen. Im Jahre 1993 brannte der Hof nieder und im Jahre 2008 hat ein Sturm das Haus abgedeckt und etwa 500 m³ Wald verwüstet. Mit vereinten Kräften wurde wiederaufgebaut. Als Mitglieder in den örtlichen Kulturvereinen
und bei der Jägerschaft ist man sehr stark in der Dorfgemeinschaft verankert.