Peter in Heli Korpitsch
kmetija pri Šteflcu
Kršna vas, Žitara vas/Kristendorf, Sittersdorf

11MarioPeter-st-inPeter-mlKorpitsch

»Unterschätzen wir nicht die Rolle der kleinen Betriebe!«

11MarioPeter-st-inPeter-mlKorpitschCBPeter Korpitsch ist vielen aus dem Bildungshaus »Sodalitas« in Tainach bekannt, wo er hauptpberuflich tätig ist. Zu Hause in Kristendorf bei Sittersdorf bewirtschaftet Peter mit seiner Familie eine kleine Landwirtschaft mit Mutterkuhhaltung im Nebenerwerb. Peter bezeichnet die Landwirtschaft als Hobby mit großem Zusatznutzen: »Wir sind in vielerlei Hinsicht Selbstversorger. Darin sehe ich auch die Besonderheit und Bedeutung in der Erhaltung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe.« Den Hof von seinen Eltern zu übernehmen war für Peter immer klar. Bereits als Kind hat er bei allen Tätigkeiten mitgeholfen und ist in alle Aufgaben hineingewachsen. Später war er der Erste am Hof, der mit einem Traktor die schweren Feldarbeiten erledigte. Obwohl der landwirtschaftliche Betrieb nicht so groß ist, hat Peter nie daran gedacht, damit aufzuhören. Sehr wichtig ist ihm, die positive Verbundenheit zur Arbeit in der Natur und für das eigene Wohlbefinden an seine Kinder weiterzugeben. »Es ist mir von großer Bedeutung, unseren Kindern die Landwirtschaft nicht als Zwang zu vermitteln. Wer sich dafür entscheidet, sollte dies aus Überzeugung und freiem Willen tun«, bekräftigt Peter, der eine sehr positive Einstellung zur Landwirtschaft hat. »Vielleicht sehe ich vieles anders, weil ich im Bildungshaus tätig bin und die beiden Arbeitsfelder sehr unterschiedlich sind. Die Arbeit in der Landwirtschaft ist für mich ein guter Ausgleich – körperlich und seelisch. In der frischen Luft und bei der Arbeit mit den Tieren kann ich abschalten und zum Büroalltag Abstand halten«, erzählt Peter.  Die sogenannten kleinen landwirtschaftlichen Betriebe haben eine besondere Bedeutung in Bezug auf die Erhaltung unserer Kulturlandschaft und landwirtschaftlichen Praxis. »Gerade auf solchen Betrieben wird wirklich jedes Grundstück gepflegt und auch der Bezug zum eigenen Produkt ist sehr stark. Sobald ein Betrieb seine Flächen verpachtet, ist das nicht mehr so. Für viele Nebenerwerbslandwirte scheinen das wichtige Beweggründe zu sein, um nicht mit dem Bewirtschaften aufzuhören«, meint Peter.