Melitta hat sehr jung auf den Linči-Hof in Moschenitzen bei Ludmannsdorf eingeheiratet. Da sie nicht aus einer Bauernfamilie stammt, war alles neu, sie musste auch lernen, sich in einem Haushalt mit vier Generationen als Frau durchzusetzen. Manchmal vermisste sie einen Platz, wohin sie sich zurückziehen hätte können. Aus Liebe zu ihrem Mann Rupi ist sie Bäuerin geworden. Heute haben Melitta und Rupi ihren Hof bereits an ihre jüngste Tochter Nadja und deren Freund Andrej verpachtet. Der Hof umfasst inklusive Pachtflächen etwa 20 ha Wiesen und Felder und 17 ha Wald. Melitta stellt fest, dass viele landwirtschaftlichen Betriebe in der Praxis von Bäuerinnen geleitet werden, und es tut ihr leid, dass diese Arbeit nicht wirklich anerkannt wird. Jungen Bäuerinnen rät sie, ihren eigenen Weg zu gehen, man muss nicht immer alles den anderen zuliebe tun. Und auch vor der vielen Arbeit müssen sie sich nicht fürchten, denn es gibt auch sehr angenehme Seiten des Berufs, wie die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. So ist sie ihre eigene `Chefin ́. Ihr scheint, das Image der Bauern habe sich etwas verbessert. Ganz wichtig ist ihr auch die Weiterbildung, um mit der Entwicklung in der Landwirtschaft Schritt halten zu können. Der Umgang mit der Natur ist für viele Menschen ein wichtiger Faktor geworden, zu deren Gesunderhaltung die Landwirtschaft beitragen kann.

»Die Natur ist ein Geschenk. Wir müssen sie für unsere Kinder und Enkel erhalten.«