Marija wurde aus Liebe zu ihrem Mann Joza Bäuerin. Sie hat auf den Zunderhof in Köcking bei Eberndorf eingeheiratet und kommt selbst nicht aus einer Bauernfamilie. Ihr Mann war ein guter Lehrer, sodass sie sich bald heimisch fühlte. Vor allem hatte sie sich immer gewünscht, ihre Kinder selbst zu erziehen und sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten.

Das Leben in einer Familie mit mehreren Generationen ist für die Kinder sehr interessant, sie lernen den natürlichen Lauf des Lebens kennen. Manchmal ist es notwendig, sich ein wenig zurückzunehmen oder die eigenen Interessen in den Hintergrund zu stellen. Das ist eine gute Schule fürs Leben, und außerdem helfen die Kinder überall mit und erleben hautnah, wie das duftende Brot auf den Tisch kommt.

Nach dem Beitritt Österreichs zur EU haben Marija und Joza auf Mutterkühe umgestellt. Außerdem halten sie noch Schafe, Schweine und Hühner. Auf den Feldern wachsen u. a. Dinkel, Kürbisse und Sonnenblumen, um später ab Hof als Dinkelmehl, Kürbiskernund Sonnenblumenöl verkauft zu werden. Obwohl der Ab-Hof-Verkauf gut läuft, geht Joza einer zusätzlichen Erwerbsarbeit nach. Marija bedauert, dass die Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit so wenig bekommen. Die Kraft und Energie schöpft Marija aus ihrem Glauben und aus ihrer Liebe zu Mann, Kindern und Hof.

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»Ohne Frauen gibt es kein Leben am Bauernhof.«