Leni lebt mit der Familie ihres jüngsten Sohnes Marko auf dem Lebn-Hof in Gorintschach bei St. Jakob im Rosental. Jahrzehnte hat sie gemeinsam mit ihrem bereits verstorbenen Mann Toni die Geschicke am Hof geleitet und den Strukturwandel in der Landwirtschaft erlebt. Seit ihrer Heirat hat sich auf dem Hof viel geändert. Früher wurden die Kühe von Leni und ihrer Schwiegermutter händisch gemolken, und auf den Äckern und Feldern musste kräftig zugepackt werden. Die Familie wurde größer, die Kinder wuchsen heran, und auch das Bauernhaus wurde erweitert und renoviert. Da Toni bei den ÖBB beschäftigt war, hatte Leni den Hof in Pacht. Nach Tonis Tod übernahm Marko den Betrieb und führt ihn heute im Nebenerwerb mit Mutterkuhund Pferdehaltung.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft sei vielen nicht bewusst, ist Leni überzeugt. »Unsere bäuerlichen Produkte werden nicht genug geschätzt. Kleine Betriebe können von der Landwirtschaft kaum oder gar nicht leben, ohne etwas dazuzuverdienen!« meint Leni. Über all die Jahre hat sie es immer sehr geschätzt, dass man sich als Bäuerin die Zeit selbst einteilen kann. Heute, auf den immer größer werdenden Betrieben, sieht sie diesen Vorteil nicht mehr als selbstverständlich an.

»Ich wurde immer unterstützt und war nie allein!«