Inge stammt von einem Bauernhof in Zell Pfarre und absolvierte die Höhere Schule für wirtschaftliche Berufe in St. Peter bei St. Jakob im Rosental.

Eine Zeitlang war sie bei »Billa« beschäftigt. Als sie mit dem Kališnikbauer Toni eine Beziehung einging, war klar, dass sie Bäuerin wird. Der Kališnik-Hof umfasst 126 ha, davon 110 ha Wald und 16 ha Nutzfläche.

Inge gefällt an ihrem Beruf, dass sie über ihre Zeit frei verfügen kann und die Kinder nicht am frühen Morgen in den Kindergarten zu bringen sind. Sie erzieht sie daheim, vermittelt ihnen ihre Werte, und so lernen sie schon früh anzupacken und vergeuden ihre Zeit nicht mit Computerspielen und Fernsehen.

Weil sie überall mithelfen, sind sie auch bei technisch anspruchsvollen Arbeiten sehr geschickt. So gesehen hat ihr Beruf viele Vorteile, wenn sie aber an die ›Bezahlung‹ denkt, würde sie manchmal gern mit einer Erwerbstätigen tauschen.

Wenn die Kinder zur Schule gehen, fängt der Tag früh an, sie müssen schon vor sechs Uhr morgens an der Bushaltestelle stehen. Wenn sie nach Hause kommen, gehen sie noch zur Musikschule oder zum Training, was Organisationstalent erfordert, weil sie oft gefahren werden müssen. Neben der Arbeit im Haus und Stall nimmt auch der Ausbau der Waldwege viel Zeit in Anspruch, was aber notwendig ist, um die Bewirtschaftung des Waldes zu gewährleisten. Aus Slowenien und Tschechien kommen zu den Olips auch Praktikanten aus den Forstschulen, die frischen Wind in die Familie bringen.

Als Jägerin geht Inge auch gern in den Wald auf die Pirsch. Entspannung holt sie sich noch beim Fotografieren, Malen und bei ihren Blumen.

»14 Gehälter im Jahr – das haben wir Bäuerinnen nicht.«