Franz in Milka Kropiunig
kmetija pri Pulharju
Prtiče, Hodiše/Pertitschach, Keutschach

12FranziMilka-inMichaelKropiunig

»Wir schätzen die Vielfalt in der Landwirtschaft!«

12FranziMilka-inMichaelKropiunigCBDie Landwirtschaft von Familie Kropiunig liegt in Pertitschach in der Gemeinde Keutschach/See und blickt auf eine vielseitige Hofgeschichte zurück! In den 1980-er und 1990-er Jahren wurde der Hof als Milchviehbetrieb geführt. Mitte der 1990-er Jahre wurde klar, dass eine Vergrö- ßerung des Betriebes durch Zupachtung in unmittelbarer Nähe nicht möglich sein wird. Mit 10 Kühen und deren Nachzucht sahen sich Milka und Franz nicht für die Zukunft gerüstet und stellten ihren Betrieb um. Die Rinder wurden verkauft und eine Wandersäge angeschafft. »Das war im Jahr 1997. Unsere beiden Söhne Martin und Michael haben damals gerade ihre Lehrabschlüsse gemacht und mit der Wandersäge hatten wir die Möglichkeit beide im eigenen Betrieb anzustellen. Mit der Säge waren wir dann direkt bei den Betrieben und haben vor Ort unsere Arbeit erledigt. Damals hat man so gebaut. Aus dem Wald kam das eigene Holz, das wurde gesägt und dann wurden die Gebäude in Nachbarschaftshilfe aufgebaut. Heute sind diese Zeiten vorbei. Und wir haben die Säge nun bei uns am Hof und sägen hier nach Bedarf für unsere Kunden«, erzählt Franz. Heute ist die Forst– und Holzarbeit das Haupteinkommen des Betriebes und mit den eigenen Hackschnitzeln werden auch die Nachbarhäuser geheizt. Auch im Sommer gibt es viel zu tun, denn da sind die Kropiunigs auf Mähdreschern anzutreffen, mit denen sie in der Region lohndreschen. Wenn man den Pulcharhof besucht, wird einem sofort klar, hier ist man seiner Zeit voraus. »Viele Maschinen habe ich selbst gebaut. Alle Geräte, die im Einsatz sind, reparieren wir selbst! Wenn ich etwas interessantes sehe, dass mir sinnvoll erscheint, versuche ich das auch zu Hause in Eigenkonstruktion zu bauen«, erklärt Franz. Die Verbindung zum eigenen Boden ist geblieben. »Unsere Felder und Wiesen haben wir behalten und nicht verpachtet. Auf den Äckern bauen wir alte Getreidesorten, wie Dinkel, Buchweizen und Urroggen an. Alle Getreidearten vermehre ich selbst und erhalte die Fruchtbarkeit der Samen. Aus dem Korn mahle ich hochwertige Mehle und verarbeite diese weiter zu reichhaltigem Bauernbrot«, erzählt Milka.  Bei der Getreideverarbeitung wird auch das Können von Franz sichtbar. So sind Mühlen, Putzmaschine und Entspelzungsmaschine von Franz für die Bedürfnisse am Pulcharhof angepasst. »Die Geräte habe ich von anderen Betrieben gekauft und für uns adaptiert. So geschehen alle Arbeitsschritte direkt bei uns am Hof!«, erzählt Franz.