Družina/Familie Supan
kmetija pri Gorniku
Sele-Kot/Zell-Winkel

DruzinaSupan

»Unser Leben ist Wirklichkeit. Wir müssen keinem Ideal hinterherlaufen!«

Auf einem der höchsten Bergbauernhöfe Südkärntens leben Toni und Katharina Supan gemeinsam mit Tonis Eltern Albin und Mici, sowie den 3 Kindern Andreas, Valentin und Natascha – am sogenannten »Gornik-Hof«. Mit viel Fleiss, noch mehr mühsamer händischer Arbeit und ganz viel Idealismus sowie Heimatverbundenheit arbeitet die ganze Familie daran, die Landwirtschaft zu erhalten und die Familientradition fortzusetzen. Doch ganz von der Landwirtschaft zu leben geht sich bei Familie Supan nicht aus, obwohl das Tonis Traum wäre. Toni arbeitet nebenbei als gelernter Maschinenschlosser in Ferlach. Toni und Katharina schätzen ihren Heimatort sehr und wissen um die Bedeutung von jungen Familien in der Bergregion. »Da unser Bauernhof doch etwas abgelegen liegt und es keine Schule in Zell-Winkel mehr gibt, besuchen unsere Kinder die Volksschule und  den Kindergarten in Zell. In ihrer feien Zeit können sie zuhause unbeschwert im Freien spielen, den Alltag am Bauernhof miterleben und so in großer Freiheit aufwachsen«, erzählt Toni zufrieden. Im Stall stehen meist um die 7 Mutterkühe, die Nachzucht wird über die BVG vermarktet. Ein Teil des Fleisches bleibt natürlich am Hof. Zur Sommerzeit befindet sich das Vieh auf den Almweiden. Darum bleibt genug Zeit für die mühsame Heuarbeit. Aufgrund der Seehöhe beginnt die Heuernte erst Ende Juni. Ein Teil der 8,5 Hektar Wiesen können mit dem Traktor gemäht werden. Teilweise ist es allerdings so steil, dass für die Heuwerbung der Karren mit einer Seilwinde den Hang hinunter gelassen werden muss und anschließend mit Heu beladen  wieder nach oben gezogen wird. Neben dem arrondierten Grünland bewirtschaftet die Familie noch 14 Hektar Waldfläche in naturnaher Bewirtschaftungsweise. Zur großen Freude der gesamten Familie, ist der Generationenverband sehr stark und die Großeltern Albin und Maria helfen wo sie nur können. Allen Jungübernehmern möchten Toni und Katharina mit auf den Weg geben, dass man sich auf jeden Fall die Freude am Arbeiten am Hof erhalten muss und dass man mit Geduld oft viel mehr erreichen kann. »Natürlich ist das Leben am Bergbauernhof weit weg von der Idylle, die die Medien gerne vermitteln, aber wenn wir selbst mit realistischeren Erwartungen an das Leben herangehen würden, dann gäbe es vielleicht nicht so viele enttäuschte, orientierungslose junge Menschen«, überlegt Katharina.