Družina/Familie Sticker
kmetija pri Stickru
Šentpeter pri Šentjakobu v Rožu/St. Peter bei St. Jakob i. R.

RacunSticker

»Spüren wir unseren innneren Meister!«

Der Bauernhof von Familie Sticker liegt mitten in St. Peter in der Gemeinde St. Jakob im Rosental. Unter dem Dach des alten Bauernhauses wohnen drei Generationen zusammen: Hanzej und Judith Sticker mit ihren Kindern Elija, Mirijam, Luka und Daniel sowie den Großeltern Jozi und Lojzka. Der Hof hat sich in den letzten Jahrzehnten doch sehr verändert und immer wieder werden neue Schwerpunkte gesetzt. Hanzej hat die landwirtschaftliche Fachschule Stiegerhof absolviert und war danach ein halbes Jahr auf Praxis in der Schweiz. Er hat sich bereits früh mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass der Strukturwandel auch vor dem Stickerhof nicht Halt machen würde und es einer zukunftsfähigen Strategie bedurfte. 1991 übernahm der den Hof seiner Eltern und begann mit dem Bau eines Fernheizkraftwerkes, welches im Jahr 1992 in Betrieb ging.»Ich hatte das Glück, dass in unserer unmittelbaren Nachbarschaft das Schülerheim der HLW St. Peter gebaut wurde und wir dieses, wie auch das Konvent der Schulschwestern, den Kindergarten und die HLW sowie einige Nachbarn mit Warmwasser und Wärme versorgen konnten«, erzählt Hanzej. Obwohl es auch Skeptiker gab, hat sich die Versorgung mit Fernwärme als gute wirtschaftliche Nische für den Betrieb herausgestellt. Hackschnitzelheizungen waren damals im Kommen und die ländlichen Fernheizwerke sehr selten und eher in der Steiermark anzutreffen als in Kärnten. Mit der Fernwärme war auch die Rinderhaltung am Stickerhof beendet. Die Eltern von Hanzej standen immer hinter dem Projekt und vor allem die wesentliche Arbeitserleichterung war allen eine große Freude. In der Schweineproduktion behielt sich Hanzej zunächst 10 bis 15 Muttersauen und vermarktete die Ferkel. Mitte der 2000-er Jahr stellte er den Hof auf biologische Wirtschaftsweise um und seither hat sich die Muttersauenanzahl auf zwei Zuchtsauen beschränkt. Neben dem Bauernhof haben Judith und Hanzej 1997 auch die Blumenhandlung Wedenig in Feldkirchen von Judiths Eltern übernommen. »Dadurch ergibt sich immer die Frage, welchem Bereich widme ich mich an erster Stelle. Mittlerweile haben wir einen guten Weg gefunden das Geschäft in Feldkirchen, den Hof, unserer privaten Interessen und die Familie unter einen Hut zu bringen«, erzählt Hanzej. Derzeit beschäftigt er sich genauer mit der Bodenfruchtbarkeit und der Chemie sowie Mikrobiologie des Bodens. Er ist überzeugt, dass darin das wesentliche Zukunftsthema in der Landwirtschaft steckt und will sich dieser Thematik noch verstärkt widmen.