„Wir sind der gemütliche Wirt im Ort geblieben!“

In Schwabegg bei Neuhaus im Jauntal liegt mitten im Ort neben der Pfarrkirche das Gasthaus Luckner von Familie Steharnig. Hier werden lokale Spezialitäten angeboten, die zu einem beachtlichen Teil aus eigener Produktion stammen. Dem Gasthaus ist eine Landwirtschaft mit

Schweinemast und Ackerbau angeschlossen. Familie Steharnig zählt zu den Genussland-Bauern und baut seit mehr als 25 Jahren wieder Buchweizen oder „Hadn“, wie man hier sagt, an. »Aus unserem Hadn kann man viel mehr machen als nur Sterz. Heute bieten wir unseren Gästen vom Reis, Nudeln, Nockerl oder süßem Gebäck alles aus unserem Hadn an. Die Gäste schätzen unsere Kreativität und die Speisen sind auch für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit bekömmlich und verdaubar. Wir sind mit dem »Gutes vom Bauernhof«-Gütesiegel ausgezeichnet und sind Mitglied bei den »Neuhauser Hadnbauern««, erzählt Andrea, die vor wenigen Jahren den Bauernhof und die Gastwirtschaft von ihren Eltern Franz und Amalia übernommen hat. Nach dem Abschluss der landwirtschaftlichen Fachschule Goldbrunnhof in Völkermarkt hat sie sich entschlossen, den elterlichen Betrieb weiterzuführen. »Unsere Töchter Karin, Doris, Anita und Andrea haben wir immer in unseren Alltag eingebunden und es ist eine große Freude, dass Andrea nun unseren Betrieb weiterführt «, strahlt Vater Franz.

Bei Familie Steharnig wird auch bei der Fleischproduktion auf Qualität gesetzt. Seit Jahren produzieren sie unter dem AMA-Gütesiegel das Kärntner Markenschwein, welches in Kärnten geboren, aufgewachsen und geschlachtet sein muss. Insgesamt werden am Lucknerhof 20 Hektar Ackerland und 32 Hektar Wald bewirtschaftet. Die Forstwirtschaft hat es Franz angetan, dort fühlt er sich am wohlsten. »Die Waldarbeit hat mir immer gefallen und wir verfolgen eine naturnahe Waldwirtschaft mit Mischwald. Dafür wurden wir im Jahr 2002 auch mit dem österreichischen Staatspreis in der Forstwirtschaft ausgezeichnet«, erzählt Franz, der sein Wissen gerne bei forstwirtschaftlichen Exkursionen weitergibt.

Die Arbeit am Hof und in der Gastwirtschaft haben sich Andrea und ihre Eltern sehr gut aufgeteilt. Für die köstlichen Speisen zeichnet Mutter Amalia verantwortlich und ein Geheimnis für die gute Qualität ist der Holzofen in der Küche, welcher die besten Schweinsbraten hervorzaubert. Den Ausgleich zur Arbeit in der Küche findet Amalia Steharnig im großen Bauerngarten. In der Gaststube unterstützt Andreas Schwester Karin die Familie.

Andrea will zukünftig das Hadn-Angebot im Haus verstärkt anbieten und plant einen kleinen Dorfladen, der neben den Hadnprodukten auch andere Köstlichkeiten aus der Region anbieten könnte. »Wir haben in Schwabegg keinen Laden mehr und dem könnte man Abhilfe schaffen, mit einem guten Konzept und unseren lokalen Produkten. Immer mehr Menschen wollen heimisch und authentisch einkaufen und bäuerliche Produkte werden immer beliebter«, ist Andrea überzeugt. Ihre Eltern unterstützen sie bei der Umsetzung der Ziele, die sie sich gesteckt hat. Sie sind sehr froh, dass ihre jüngste Tochter so viel Freude daran hat, die Land- und Gastwirtschaft weiterzuführen.