»Für unseren Fleiß werden wir von der Natur immer belohnt!«

In St. Nikolai bei Keutschach liegt der Bauernhof von Toni und Angelika Aichholzer, vulgo Falačnik. War der Falačnikhof Jahrzehnte für sein Gemüse bekannt, so sind es heute Raritäten alter Gemüsesorten und die Liebe zum Erhalt der Landschaft, was die Familie zur Landwirtschaft antreibt. »Meine Eltern haben den Hof im Haupterwerb geführt und waren mit unserem Gemüse am Wochenmarkt in Klagenfurt vertreten. Im Sommer wurden unserer Produkte auch am Campingplatz »Sabotnik « am Keutschacher See verkauft. Heute ist heimisches Gemüse wieder im Vormarsch, doch vor 20 Jahren merkten wir, den Trend weg vom Bauern hin zum Einzelhandel. Nach dem Tod meines Vaters übernahm ich den Hof und führe ihn seither im Nebenerwerb,« erzählt Toni. Den Gemüsebau hat man beim Falačnik nie ganz aufgegeben und sich bis heute das breite Wissen bewahrt. So ist Familie Aichholzer die einzige weit und breit, die über all die Jahre immer Rüben anbaut. Das reicht von den Zucker-, Futter- bis zur Stoppelrübe und wird um viele verschiedene Rübengemüse, wie Rote Beete oder Knollengemüse und Kartoffel erweitert. »Was uns Freude macht, haben wir erhalten und bis heute haben wir Kunden, die bei uns zu Hause einkaufen. Seit einiger Zeit verkauft meine Schwester Andrea im Sommer unser Gemüse auch beim Alpe-Adria Markt am Hafnersee. Dort können wir vor allem mit unseren Kartoffelraritäten punkten«, erzählt Toni. Zu den besonderen Sorten gehören violette Kartoffel und solche mit ganz besonderen Formen. Alle ihre Produkte kann man auch am jährlichen Keutschacher Rübenfest bestaunen und kaufen. »Wir erhalten die Landwirtschaft, weil sie uns Freude bereitet. Neben dem Gemüse ist es auch die Arbeit in der Natur und rund um den Hof, die mir eine innere Ruhe verleiht«, meint Angelika, die aus dem Lavanttal auf den Falačnikhof gekommen ist. Wo die Liebe hinfällt, könnte man sagen. »Obwohl ich selbst von keinem Bauernhof stamme, hat mich die Landwirtschaft immer fasziniert. Mit Toni können wir unserer Vorstellung einer naturnahen und nachhaltigen Landwirtschaft leben, bei der vor allem die Selbstversorgung im Vordergrund steht. Vor allem gibt es mir Kraft, mit der Natur zu arbeiten und zu leben, denn wir werden für unseren Fleiß und Arbeitseinsatz immer belohnt«, ist Angelika überzeugt. »Der Hof ist ein guter Ausgleich zu unseren Berufen. Neben dem Gemüse und Obst haben wir auch eine Hasenzucht und sind einer der wenigen Betriebe, die Hasenfleisch auf Bestellung vermarkten«, erzählt Toni aus dem Bauernhofalltag. Am Hof leben beim Falačnik drei Generationen gemeinsam unter einem Dach. Tonis Mutter Hilde unterstützt noch immer wo sie kann und die Töchter Kathrin und Martina gehen mittlerweile schon eigene Wege, Martina als Frisörin und Kathrin als angehende Tierärztin. Für die Zukunft wünschen sich alle nur eines, man möge sich weiterhin so gut verstehen und zusammenhalten.